Meine Modellbahn und andere Entgleisungen

Vom 614 zum 624 und 634

Zum Vorbild:

Die Baureihen VT 23. 5 und VT 24. 5 wurden Anfang der 60iger Jahre entwickelt und in Berieb genommen. Vier Prototypen,   jeweils  zwei dreiteiligeTriebwageneinheiten
der Firma MAN  ( VT 23.5 ) und  der Wagonfabrik Uerdingen ( VT 24.5 )  wurden nach Bundesbahn Vorgabe entworfen, entwickelt  und gebaut.
Die Prototypen unterschieden sich äusserlich deutlich in ihrem Aussehen: Neben der Kopfform der Fahrgastraum und die Anordnung der Fahrgastüren unterschiedlich angeordnet. Die vier  Triebwagen Prototypen wurden Anfangs im Raum Bielefeld und Hannover , und später im Raum Münster getestet.
Die später in Serie gehende Ausführung beinhaltete Komponenten beider Portotyp Ausführungen.
So bekam die Serienausführung ( VT 24.6 )  die Kopfform von MAN und die Anordnung des Fahrgastraum vom Uerdinger Triebwagen. In zusammenarbeit von MAN und  der Wagonfabrik Uerdingen  wurden 40 dreiteilige Einheiten ( 80 Triebköpfe und 40 Mittelwagen) gebaut die ab 1965 nach und nach ausgeliefert wurden.
Alle Motorwagen erhielten erste Klasse Abteile, die Mittelwagen waren rein zweitklassig.  5 weitere Mittelwagen wurden  ab 1967 nachbestellt,  die auch zwei erste Klasse Abteile erhielten.

 
>>Alle  Vorserien und Serien Motorwagen
besaßen sogenannte Übergangstüren in den Fahrzeugfronten, die ab 1970 mit der Einführung der beige/ türkisen Farbgebung fest verschlossen bzw. entfernt wurden.
Zehn Motorwagen  behielten ihre  Übergangstüren. Sie waren oft als Sonderzüge mit Gesellschaftswagen unterwegs.
Merhfach gekuppelt konnte man diese Übergänge nutzen , um von einen in den anderen Triebwagen zu gelangen.
Nach Einführung der weiß/mintgrünen Farbgebung wurden dieTriebwagen nochmals umgebaut. Man entfernte
das Traglastenabteil mit den Übergabetüren, an dessen Stelle wurde ein Fenster und weitere Sitze eingebaut. Auch die Fronttüren an den zehn verbliebene Motorwagen wurden nun entfernt.<<

Die Triebwagen wurden später in die BR 624/924 umgezeichnet.
Einige Triebwagen wurden in den siebzigern auf Luftfederung umgebaut ,  an ihnen wurde erstmalig die Neigetechnik der Wagenkästen erprobt.
Diese Triebwagen wurden in BR 634/934 umgezeichnet.
Ab 1970 erfolge aus einer  Weiterentwicklung die BR 614.
Neben stärken Motoren  erhielten alle Antriebseinheiten der
BR 614 eine neue Kopfform , Luftfederung und Wagenkasten Neigetechnik.
Um in den Kurven das Lichtraumprofil einzuhalten wurden die Triebwagenkästen nach oben hin verjüngt.
Es wurden 80 Triebwagen und 40 Mittelwagen bestellt, die nach und nach , zunächst in orange/kieselgrau, dann in beige/türkis ausgeliefert würden.
Die Neigetechnik wurde wie auch in  der BR 634 wieder ausgebaut,  weil sie sehr unzuverlässig war.

Zwischen 2003 und 2005 wurden die Baureihen 624/634 ausgemustert. Einige Fahrzeuge der BR 624 wurden nach Polen ausgeliehen, wo sie auch jetzt noch Dienst tun.
Auch die BR 614 wurde ab 2010 fast komplett ausgemustert.
( Vollständigkeit nicht garaniert- Andreas Holdt)


Wohl einmalig ist es bei diesen Baureihen, dass BR614/624 und 634 sowie ihre Mittelwagen untereinander kompatibel sind und miteinander
gekuppelt werden können.
So könnte der eine Kopfteil aus BR 624 und er andere Kopfteil aus BR 614 bestehen.
Für den Modelbahner doch sehr reizvoll!



Zum Umbau:
Bei meinem Umbau zumr BR 624/634 verwende ich einen  N-Spur Serientriebwagen der BR 614 von
Fleischmann.
Es soll nach Möglichkeit so viel wie möglich vom "Original" verwendet werden.
Alle zusätzlichen  benötigten Teile sollen im Selbstbau entstehen oder aud anders verfügbaren Teilen umgebaut werden.
Der Fleischmann Triebwagen muss zunächst völlig zerlegt werden.
Wie ich dazu  vorgehe, werde ich Euch im nachfolgendem Baubericht erklären.
Die neu gestaltete Kopfform wird aus Dachteilen anderer Modelle im Eigenbau entstehen.
Es wird hieraus ein Urmuster erstellt,  dass für die Verwendung einer Silikonform verwendet wird.
Hieraus lassen sich dann aus Resin mehrere benötigte Kopfteile gießen.
Die Verglasung im Stirnbereich wird nach Anfertigung eines Urmusters aus glasklarem Kunststoff  im Gießverfahren angefertigt.
Der Wagenkasten des BR614 ist nach oben hin verjüngt und muss deshalb
aufgeweitet werden.
Zusätzlich dazu muss das Dach des Triebwagen entsprechend verbreitert werden.
Hierzu werde ich im Baubericht zwei Möglichkeiten anbieten.







Bild.3:
Ansicht der Fronten im vorbehandeltem Zustand. Es kann geschmirgelt und gefeilt werden.
Die oberben Nasen der Motorhalterung müssen ein wenig befeilt werden.



Bild 4:
Hier kann man schon die gerichteten Wagenwande erkennen.
Entsprechen befeilt müssen die Stirnwände mit Polystyrolstreifen aufgefüllt werden.



Bild 5:
Arbeiten am Wagendach des Mittelwagen.
Der Länge nach wird das Wagendach neben den Lüftern mit einer Feinsäge aufgeschnitten.

Ein weiterer Schnitt an der anderen Seite der Lüfter muss noch erfolgen.



Bild.6:
Anschließend wird ein 1.00 mm starker Polystyrolstreifen zwischen den beiden Dachteilen eingeklebt
(Die Materialstärke der Polystyrolstreifen resultieren aus der neuen Wagenbreite minus 2x Abzug der Schnittbreite(hier Roco Feinsäge) der Säge 0.25mm)
Schnitte sollten von Hand erfolgen, elektrisch gesägt würde das Material zu heiß!
Nach ausreichender Aushärtung der Klebestellen wird der zweite Schnitt an der anderen Seite der Dachlüfter ausgeführt.


Bild 7:
Vergleich zwischen  einem Dach zur BR 914, und dem  breiteren Wagendach eines BR 924/934.
Die Unterschiede sind hier deutlich zu erkennen.


Bild 8:
Das Wagendach passt gut auf den oben verbreiterten Wagenkasten.
Nach gründlicher Austrocknung der Klebestellen kann das Dach gespachtelt und geschliffen werden.



Bild 9:
Hier sind die Unterschiede der beiden Baureihen deutlich zu erkennen.
Links die etwas breitere Dachpartie der BR 624, recht die nach sich nach oben verjüngte Dachpartie derBR 614.




Bild 10:
Der Antriebsblock wird eingepasst.


Bild 11:
Der Mittelwagen bekommt sein verbreitertes Dach.


Bild 12:
Ein weiterer Umbau ist fällig. Ein Mittelwagen bekommt  1.kl. Abteile.
An entsprechender Stelle werden die Seitenwände herausgetrennt.


Bild 13:
Das benötigten Seitenwände der 1.kl wurden aus einem Triebkopf gewonnen.


Bild 14:
Die Seitenwände wurden herausgesägt.


Bild 15:
Die neuen Seitenwände der 1.kl. können nun in den Mittelwagen eingepasst werden.


BILD 16:
Ein Messing Rundprofil wurde eingeklebt um einen sauberen Einbau der Seitenwände zu gewährleisten.


Bild 17:
Die Seitenwände sind nun in den Mittelwagen eingeklebt und können nun geschliffen werden.


Bild 18:
Vierteilige Dieseltriebwagen Einheit mit 1/2kl Mittelwagen.
Die Frontparien des 624/634iger können nun bearbeitet werden.Das Dach eines anderen Wagenteils wird hierfür verwendet.
Die ensprechenden Fensteröffnungen werden herausgefeilt.


Bild 19:
Daa Wagenteil eines ausgedienten ET420 wurde für die Front des 624/634 verwendet.
Die Front ist eigentlich ein teil des Wagendaches des ET420. Die Fenster wurden mit Bohrer und Feile herausgearbeitet.
Innenseitig bekanm das Teil eine 0,5mm Polystyrol Verstärkung und die Pufferbohle des 614 wurde eingepasst.
Zur Weiterverarbeitung wurde eine Silikonform erstellt um daraus Abgüsse aus Resin zur Weiterverarbeitung zu erziehlen.


Bild 20:
Die Fensterpartien können nun bearbeitet werden und das Kopfteil beschliffen werden.
(Es muss das 0,5mm starke Material, welches zur Verstärkung des Kopfteils eingefügt wurde in den Fensterbereichen
entfernt werden.)


Bild 21:
Triebkopf und Wagenteil werden nun passgenau zurecht geschnitten.


Bild 22:
Der Triebkopf ist nun eingeklebt und die Aufnahme des Antriebsblock angepasst.


Bild 23:
Das Gehäuse ist nun grob fertig. Es muss jetzt geschliffen und gespachtelt werden.


Bild 24:
Als Klebehilfe dient ein entsprechend zurechtgeschnittenes stück Polystyrol, um das Kopfteil sauber einzukleben.
Später wird das Stück Polystyrol  wieder entfernt.


Bild 25:
Das Kopfteil (rechts) ist entsprechend länger ausgeführt um auch eine andere Variante ohne Übergabetür
jedoch mit Abteilfenster (  z.B. Ep.V )darzustellen.
Hier muss es noch entsprechend gekürzt werden.

wird in kürze fortgesetzt.....





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